EXKURS – GELDWERT vs SACHWERT

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Beitrag Nummer 1:

Der innere Wert und die Sicherheit von Geldwerten

 

Geldwert:     

Der Wert des Geldes, bemessen daran wie viele  Güter man davon kaufen kann!

Geldschein, Staatsanleihen, Konten, Sparbücher, Klassische. Lebensversicherungen, Bausparer .

Sachwert:

Sachen die man anfassen kann und einen Wert besitzen allein durch ihr Dasein!

Immobilien, Edelmetalle, Edelholz, Wald, Grundstücke, Oldtimer,Aktien (Unternehmensbeteiligungen)….                                           

Geldwerte oder Geldwertprodukte sind demzufolge nicht durch Sachwerte hinterlegt bzw. beinhalten keine Sachwerte. Was das genau bedeutet erklären wir im Laufe des Beitrages.

 

Nummer 1 – Der innerer Wert und die Sicherheit von Geldwerten

Was ist Geld? Wie funktioniert das Geldsystem? Welche Verbindungen gibt es? Wie sicher sind Geldwerte?

 

Um diese Fragen beantworten zu können, müssen wir kurz in die Vergangenheit reisen und uns die Anfänge betrachten.

Dieses zu kennen und zu verstehen, ist die Grundlage für alles weitere!!! Primär interessieren uns die Zusammenhänge zwischen der  Wirtschaft, den Banken und den Versicherungskonzerne mit dem Staat in Deutschland. Um die Zusammenhänge im Gesamten zu erkennen, solltet ihr den Beitrag komplett lesen. Viel Spaß.

 

Los geht’s!!

 

Was ist Geld und wie entstand es?

 

Die Einführung

 

In der Zeit vor der Einführung des Geldes war der direkte Warenaustausch üblich.

Durch eigenen Anbau oder der Herstellung von Gütern versorgte man sich und seine Familie selbst.

Der nicht benötigte Überschuss an Waren wurde gegen andere Waren eingetauscht. Der Marktplatz war hier der Zentrale Ort des Tauschhandels.

 

Diese Art des Handels wurde später durch die Einführung von Metalgeld (Goldtaler) vereinfacht, revolutioniert, verstaatlicht oder wie man das auch immer nennen mag.

Vor der Einführung des Metalgeldes, welches sich später Weltweit durchsetzte, gab es regional auch anderes Geld. Sogenanntes Schmuckgeld,! Kakaogeld, Muschelgeld u.v.m.

Dieses Geld musste lediglich begehrenswert und  lange haltbar sein und notfalls zur Bedürfnisbefriedigung dienen.

 

Edelmetalle setzen sich am Ende durch.

 

Der Vorteil der Geldeinführung war es, dass die Waren und Güter die auf den Märkten angeboten wurden einen festen Wert zugeordnet bekamen und somit Streitigkeiten unterbunden wurden, die es gab wenns um den Warenaustausch ging.

Denn welchen Wert sollte denn z.B. ein Messer haben?? Sollte man dafür einen Korb mit Mais verlangen oder zwei oder drei!?!

Auf Grundlage des Herstellungsaufwandes und der Nachfrage wurde der Wert ermittelt – den Preis den man dafür zahlen muss.

 

Die Einführung des Geldes war an für sich eine Gute Sache!!

Es entstanden jedoch auch gravierende  Probleme, wie man später feststellen wird.

Das Geld müsste man sich logischerweise ausleihen, denn es war untersagt Eigenes Geld herzustellen.

Also war nur jenes Geld zum Handel nutzbar, welches von der Regierung zugelassen war.

Dieses Leihen von Geld, wurde jedoch mit einer „Leihgebühr“ (heute als Zins bekannt) versehen.

Nach einer bestimmten Zeit musste man die „Taler“ zurück geben plus Zins. Das war die Vereinbarung.

Nur wurde das Geld für die „Leihgebühr“ nie mit erschaffen und somit auch nie in Umlauf gebracht.

Die Folge:

Einige Bürger hatten durch Gute Geschäfte nachher mehr als vorher und konnten  die Zinsen leicht zahlen, andere hatten aber plötzlich weniger und waren verschuldet.

Beispiel zum Verständnis:

Ein Bürger lieh sich 100!Taler, nach 1 Jahr musste dieser dann die 100 Taler + 5 Taler Leihgebühr zurück zahlen. Diese 5 Taler musste man also einem anderen „abnehmen“, denn diese wurden ja nie mit herausgegeben.

Das wahr der Startschuss für die Verarmung / Verschuldung vieler Menschen, Unternehmen etc.

Somit wurde es notwendig, sich erneut Geld zu leihen um die Zinsen zu zahlen und auch entsprechend am Markt weiterhin Waren und Güter erwerben zu können.

Die Geldmenge die in Umlauf gebracht wurde vergrößerte sich rasant.

Allgemein betrachtet stieg damit auch der Lebensstandard.

 

Im Laufe der Zeit, hatten einige Menschen richtig viel Geld.

Dies Bürger brachten ihr Geld  dann auch immer häufiger zur „Bank“ da sie ihr Vermögen dort sicher im großen Tresor einlagern konnten. Im Gegenzug erhielten sie eine Quittung (eine Banknote) und es wurde entsprechend in Büchern dokumentiert. Für jeden Bürger wurde demzufolge „Buch geführt“!

 

Es dauert auch nicht lang, so fing man an mit diesen Quittungen / Banknoten die Waren auf dem Markt zu bezahlen. Denn der neue Eigentümer dieser Quittung, konnte ja damit zur Bank gehen, und sich die entsprechenden Goldtaler auszahlen lassen.

Dies tat aber kaum noch jemand!! Alle Bürger nutzen später fast ausschließlich diese Quittungen. Das war die Entstehung von „Papiergeld“.

Des Weiteren wurde auch die schlichte Umbuchung der Werte in den Büchern als Zahlungsmittel beliebt. Man musste praktisch der „Bank“ nur noch die Information überbringen, dass z.B. 10 Taler von Herrn A an Herrn B übertragen werden sollten. Das war alles. Lediglich ein kleiner Schreibaufwand.

Das war die Entstehung der „Überweisung“ bzw. das Bargeldlose Zahlen.

Es floss also kaum noch „echtes Geld.

Die „Bank“ wurde immer Reicher, denn lediglich etwa 1 von 10 Bürgern verlangte sein Gold tatsächlich mal wieder zurück.

Die „Bank“ konnte  also das Risiko eingehen, Geld in Dimensionen zu verleihen, die sie gar nicht an tatsächlichen Werten eingelagert hat..Allerdings eben nicht in Form von Goldtalern sondern lediglich als Buchungssatz / als Eintragung auf der HABEN Seite im Buch der Bürger.

Das ist heute bekannt als Giralgeld oder Buchgeld.

 

Geldsystem heute

 

Geld ist heute gesetzliches Zahlungsmittel mit der sich eine Gesellschaft verständigt.

Um Waren und Dienstleistungen erwerben zu können muss man mit Geld bezahlen. Bei uns in Europa ist das derzeit der Euro (€). Es ist verboten mit etwas anderem als dem von der Regierung zugelassenem Geld zu bezahlen.

Geld ist entweder bedrucktes Papier, eine Münze oder ein Buchungssatz  und wird auch als Schuldschein bezeichnet.

Wir tilgen damit also eine Schuld.

 

Heute haben wir ein Zinses-Zins-System und unser gesamtes Geldsystem ist auf Schulden aufgebaut.

Geld entsteht weltweit nur durch Schuld. Durch Aufnahme eines Kredites bei einer Bank, entsteht in diesem Moment erst das Geld. Erkennbar in der Bilanz der Bank.

Das Geld für die Zinsen wird nach wie vor nicht mit erschaffen!

 

Die größte Form des Geldes ist das Buchgeld / Giralgeld. Es macht etwa 80% der Geldmenge aus.

Das sind Buchungssätze, Übertragungen von Girokonto auf Girokonto ohne das tatsächliches Geld fließt. Das Giralgeld ist eine Forderung auf Bargeld. Nur wer will schon noch Bargeld haben!?!?

Die meisten Zahlungen geschehen heute Bargeldlos.

Die Banken verleihen (gewähren Kredit)  immer noch viel viel mehr Geld als sie tatsächlich an Einlagen besitzen. Das bedeutet das ein „Bank-Run“ der Untergang jeder Bank wäre.

Wenn alle Kunden auf einmal ihr Geld durch „abheben“am Bankautomat von Giralgeld in Bargeld umwandeln wollten, würde das nicht gehen. Denn soviel Bargeld ist überhaupt nicht eingelagert bzw. hinterlegt. Lediglich das Vertrauen der Bürger hält die Banken noch über Wasser.

So ist die Situation heute.

 

Haben Sie schon mal etwas vom „Goldstandard gehört??

Der sogenannte Goldstandard bezeichnet eine Währung aus Goldmünzen(wie früher) oder wie wir es kennen mit Banknoten (Quittungen)die einen Anspruch auf Gold haben. Also wo der Wert in Gold hinterlegt ist.

Dieser wurde im Jahre 1971 von Richard Nixon aufgehoben! Bis zur Abschaffung des Goldstandards durfte ein Land nur soviel Geld in Umlauf bringen, wie es auch Goldreserven eingelagert hatte.

Das ist nun nicht mehr erforderlich. Somit hat unser Geld nicht einmal mehr einen wahren Wert als Grundlage.

Das ist nicht gut 😊

Das heißt mal einfach ausgedrückt, unser Geld ist mit keinem „Gold“ mehr hinterlegt und somit absolut Wertlos. Es hat keinen echten inneren Wert! Lediglich unser Glaube verleiht diesen Papieren noch einen Wert.

Darüber sollte man mal nachdenken.

 

Die Verbindungen im Geldsystems

 

Vorab möchten wir betonen, dass es zahlreiche unterschiedliche Verbindungen gibt, die selbst wir nicht kennen.

Unser Geldsystem ist so komplex das man Sprichwörtlich „studiert haben muss“ um es im Gesamten zu verstehen. Wir geben nur Ausschnitte bekannt, die zum Nachdenken und Nachprüfen anregen sollen. Zudem helfen wir gern bei Lösungen.

 

Die Bundesrepublik Deutschland ist unser „Staat“, also betrachten wir nun einige Verbindungen bei.    „ Uns“, weil wir alle davon betroffen sind.

Die BRD hat Einnahmen und Ausgaben.

Einnahmen sind mit Masse unserer Steuern. Weitere Einnahmen erzielt unser „Staat“ z.B. durch den Verkauf von Staatsanleihen (Wertpapiere / Schuldscheine).

Die Ausgaben hier zu benennen würde den Rahmen sprengen –  sie übersteigen jedoch definitiv die Einnahmen, nicht zuletzt durch Zinszahlungen und Tilgungen der Kredite bei den Banken.

Die Staatsverschuldung beträgt rund 2,1 Billionen Euro.

( 2,1 Billionen = 2.100 Milliarden, 1.000 Millionen = 1 Milliarde) mal zur Vorstellung wie viel das ist.

Um die Schulden bei z.B.den Banken zahlen zu können, müssen wieder neue Kredite bei den Banken aufgenommen werden.

Hier erkennt man enge Verbindungen und Abhängigkeiten.

„Das ist nicht immer gut“ 😊

 

Ein Riesen Problem des Systems ist die Verteilung des Kapitals.

Es gibt z.B. zwei Gruppen von Arbeitslosen:

Arme Arbeitslose und Reiche Arbeitslose!!

Einige Menschen haben durch unser bestehendes Geldsystem Einnahmen ohne dafür arbeiten zu müssen, allein durch Zinserträge. Dem System geschuldet generieren diese Menschen durch ihr hohes Vermögen automatisch weitere Einnahmen.

Beispiel: 10 Millionen Anlagevermögen verzinst mit 5% pro Jahr = 500.000€ Zinsertrag pro Jahr.

Der Zinses-Zins-Effekt ist noch viel extreme, denn da werden die Zinsen wieder mit investiert, das Anlagevermögen steigt und der Zinsertrag wird im nächsten Jahr noch höher. Dies passiert im Jahr darauf wieder und wieder und wieder.

Übrigens das Beispiel mit  5% Guthabenzins ist sehr konservativ gewählt.

 

Versicherungen sind ein großer Geldgeber des Staates. Denn sie kaufen mit den Kundengeldern eine große Menge an Staatsanleihen. „Wertpapiere von unserem Staat, der 2,1 Billionen Euro „im Minus“ ist. Wahnsinn!

 

Deshalb wird wohl auch in den Mainstream-Medien die Investition in Lebens-und Rentenversicherungen und Bankprodukten positiv anmoderiert!

Das kann jeder für sich selbst bewerten.

 

Sichere Anlage

 

Wie sicher unser Geld ist, verraten uns u.a. die eben erlangten Erkenntnisse aber auch die gültigen Gesetze und Statuten.

Bei der Bank ist unser Geld sicher, (das sagt uns unsere Bundeskanzlerin), denn es gibt ja z.B. den „Einlagensicherungsfonds“.

Dessen Aufgabe und Umfang kann man beim Bundesbankenverband unter §6 nachlesen.m Artikel 10 steht dann aber geschrieben:

„Einen Rechtsanspruch auf diese Sicherheit hat man nicht“!!!!

Einlagensicherungsfonds

Ich kann also auch nicht dagegen klagen oder anderweitig irgendwie auf mein Geld bestehen, denn es gibt keinen Rechtsanspruch. Zudem handelt es sich um einen Fonds!

„Auch das ist nicht sehr gut“😊

 

Bei Versicherungen ist es sicher anders. Da gibt es ja meistens sogar eine garantierte Ablaufleistung. Das bekommt man sogar schriftlich.

Wir wissen ja wo die Gesellschaften mit Masse investiert sind! (Staatsanleihen).

Hier hat unser Gesetzgeber allerdings ebenfalls einen Notausgang für seine großen Geldgeber – den Versicherungsunternehmen geschaffen!

Dazu lese man §89 VAG (Versicherungsaufsichtsgesetz)

§89 VAG

Dort steht einfach ausgedrückt, das die dann zuständige Aufsichtsbehörde im Falle von finanziellen Schwierigkeiten des Versicherungsunternehmens / Insolvenz, die Zahlung der Leistungen zeitweise aussetzen, verbieten, herabsetzen oder reduzieren kann.

 

„Das ist wieder nicht so gut“ 😊

Also wenn man 40 Jahre fleißig eingezahlt hat und dieser Fall dann Eintritt….

Der Unterschied zu Sachwerten in diesem Fall ist nüchtern betrachtet folgender:

 

Bei der Versicherungsleistung / Rentenzahlung handelt es sich um einer Forderung.

Ich möchte etwas haben / ich habe Anspruch auf etwas. „Ich halte es noch nicht in den Händen“!!!

Deshalb habe ich immer das Risiko, das hier etwas passiert, ein Gesetz geändert wird oder ein Ereignis eintritt – welches meine Forderung negativ beeinflusst!!

Dessen sollte man sich bewusst machen.

Das Geldsystem wurde in der Vergangenheit immer wieder auf Null gesetzt um den Schuldenschnitt hinzubekommen!

Verlierer waren immer diejenigen die nur Geldwerte hatten! Das ist Fakt.

 

Somit schließt sich hier wohl der Kreis und jeder kann sich Gedanken machen, wie sicher Geldwerte sind.

 

Damit möchten wir unsere Ausführungen zu diesem Thema fürs erste beenden.

Wir hoffen, dass dieser kleine Exkurs – der bewusst sehr einfach und oberflächlich dargestellt wurde – reicht, um zum Nachdenken und Hinterfragen anzuregen.

 

 

Kurzes Fazit:

 

Die Sicherheit lässt zu wünschen übrig und der Wert von Geldwerten ist mehr „Schein als Sein!

Daher stammt vielleicht auch die Bezeichnung – Geldschein. 😊

 

Wir befassen uns auch noch mit den Renditechancen, mit der steuerlichen Bewertung und der Einwirkung der Inflation bei Geldwerten in den kommenden Beiträgen.

Aber um in den hier behandelten Punkten einen Vergleich zu den Sachwerten erhalten zu können, geht es eben im nächsten Beitrag um den Punkt „ Innerer Wert und Sicherheit“ von Sachwerten.

 

Vielen Dank fürs Lesen.

Teilen und Weitersagen ist erwünscht 😊

 

 

 

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